Andy Weir: The Martian

Deutscher Titel: Der Marsianer (Heyne Verlag)
Verlag: Crown Publishing (28. Oktober 2014)
Seitenzahl: 400
ISBN: 978-0-553-41802-6


Mark Watney ist alleine. So alleine war noch keine andere Person zuvor, denn Watney ist der einzige Mensch auf dem Mars.  Als ein Sandsturm seine Crew in Gefahr bringt, wird Watney verletzt und fällt in die Bewusstlosigkeit. Seine Kameraten halten ihn fälschlicherweise für Tod und lassen Watney bei Ihrer Flucht im Basislager alleine zurück. Die Change des Astronauten, noch einmal Kontakt zur Erde aufnehmen zu können, stehen eher suboptimal, denn den Kontakt zur Außenwelt hat Watney verloren. Wahrscheinlich wird er der erste Mensch sein, der auf dem Mars stirbt. Doch bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt, und so fängt Watney an ums Überleben zu kämpfen.

Der Marsianer ist ein außergewöhnlicher Science-Fiction Roman, der besonders für Leser interessant sein könnte, die bisher wenig Kontakt mit Science Fiction hatten. Das, was Andy Weir in seinem ersten Roman erzählt, ist gut recherchiert und nah an der Realität – wenn man mal davon absieht, das bisher noch kein einziger Mensch auf dem Mars war. Wer die ersten 50 Seiten des Roman aushält, wird belohnt. Genau das ist auch mein größter Kritikpunkt. Anfangs ziehen sich die Seiten in die länge. Watney rechnet und rechnet, um seine Überlebenschangen zu steigern: Wie viele Kartoffeln hat er, und wie viele kann er züchten? Wie viel Wasser steht ihm zur Verfügung, und wie kann er mehr Wasser herstellen? Für den Marsianer gut investierte Zeit, für den Leser trocken und langatmig.

Genau in dem Moment, in dem ich meinen Kindle aus der Hand legen wollte, drehte sich die Handlung um 180 Grad. Die Schauplätze wechseln zwischen dem Marsmännchen Watney, seiner Crew und der NASA. Der einsame Kampf ums Überleben wird zum fieberhaften Wettkampf, den die ganze Menschheit verfolgt. Mit Mark Watney hat Andy Weir dabei eine Figur entwickelt, die nicht besser passen könnte. Als Astronaut ist Watney natürlich hoch intelligent und extra geschult, um schwierige Situationen zu meistern. Doch auch sein trockener Humor trägt dazu bei, dass die Seiten irgendwann nur dahin fliegen.

Wer auf der Suche nach guter Unterhaltung ist und sich gerne mit etwas beschäftigen möchte, das sonst sehr weit weg ist (Mars, räusper), dem kann ich Der Marsianer nur wärmstens empfehlen!

Quelle Foto: Crown Publishing

Gelesen im Oktober

Ich hab es doch total drauf, oder? Mein Tipp: Monatsrückblicke erst Mitte des nächsten Monats schreiben, dann tippt sich die Vorschau für den aktuellen Monat quasi wie von selbst. Die Länge meiner To-Do Liste erinnert gerade einfach zu sehr an die Wunschliste einer zwölfjährigen Paris Hilton zu Weinachten und die Arbeit ist stressig wie nie. Aber jammern möchte ich nicht, denn im letzten Monat habe ich zumindest wieder genug Zeit gehabt, um die angefangenen Bücher tatsächlich auch zu beenden: Wild und Harry Potter und der Orden des Phönix.

Ich habe vor etwas über einem Jahr angefangen, die Harry Potter Reihe zum zweiten Mal zu lesen. Sobald eine Leseflaute droht, fange ich mit dem nächsten Buch an. Harry Potter hilft einfach immer und ist für mich ein absolutes Wohlfühlbuch. Mein Highlight ist dennoch Wild von Cheryl Strayed. Ich wollte während des Lesens sofort meine Sachen packen, um auch auf dem Pacific Crest Trail zu wandern. Leider bin ich dann aber doch ein kleiner Angsthase, und so lange Zeit ganz ohne Badewanne..?

Zu Ende gelesen

  1. Harry Potter und der Orden des Phönix von J.K. Rowling
  2. Wild – From Lost to Found on the Pacific Crest Trail von Cheryl Strayed

Highlight des Monats

„Die Frau mit dem Loch im Herzen, das war ich.“ Gerade 26 geworden, hat Cheryl Strayed das Gefühl, alles verloren zu haben. Und so trifft sie die folgenreichste Entscheidung ihres Lebens: die mehr als tausend Meilen des Pacific Crest Trail zu wandern, durch die Wüsten Kaliforniens, über die eisigen Höhen der Sierra Nevada, durch die Wälder Oregons bis zur „Brücke der Götter“ im Bundesstaat Washington – allein, ohne Erfahrungen und mit einem Rucksack auf dem Rücken, den sie „Monster“ nennt. Diese Reise führt Cheryl Strayed bis an ihre Grenzen und darüber hinaus …. (Quelle)

Gelesen

Ø gelesene Seiten pro Tag:         16 (13)

gelesene Seiten im August:        469 (389)

gelesene Seiten 2015:                4630

gelesene Bücher 2015:               14 (12)

So wird der November

Ich mag den November, weil das stürmische Wetter die Abende so schön gemütlich macht und mir die Dunkelheit noch nicht vollkommen auf die Nerven geht. Außerdem hat der Großteil meiner Familie Geburtstag. In diesem Jahr freue ich mich auch sehr auf die Adventszeit und ich habe mir fest vorgenommen, meinen Alltag ab und an ein bisschen zu endschleunigen.

Habt Ihr ein Wohlfühlbuch oder eine Buchreihe, die ihr immer wieder ließt, weil das Buch euch ein Gefühl von Vertrautheit und Geborgenheit gibt? Bei welcher Geschichte fühlt Ihr euch wieder in eure Kindheit verschätzt?