Die liebste Lesezeit

Im Frühjahr und Sommer verbringe ich so viel Zeit wie möglich draußen.  Wenn die Sonne scheint und man nicht mehr vier verschiedene Schichten Klamotten anziehen muss, schreit alles nach Bewegung. Lesen entspannt mich, aber ohne ausreichend Bewegung nach einem langen Tag im Büro fühle ich mich nicht wohl. Literatur kommt da oft zu kurz.
 herbstmomente

Anders ist das im Herbst. Wenn sich die Blätter färben, die Tage kürzer werden und frische, kältere Luft uns die ersten Pullis aus den hinteren Schrankecken ziehen lassen, verbringe ich liebend gerne den ganzen Tag auf dem Sofa. Eingekuschelt in die Wolldecke trinke ich dann Tee, esse viel zu viele Kekse und lese Seite für Seite, Buch für Buch. Die meiste Zeit mit Büchern verbringe ich in den dunklen und kalten Jahreszeiten.

Heute ist die Lese-Jahreszeit offiziell gestartet. Die Sonne hat den Äquator am Vormittag Richtung Südhalbkugel überquert und somit ist nun nicht nur meteorologisch, sondern auch so wirklich Herbst. Einige Stapel mit ungelesenen Büchern, die ich dieses Jahr noch lesen möchte, habe ich mir bereits zur Seite gelegt. Sicherlich werden auch noch neue Bücher dazu kommen. Ich mache es mir jedoch erstmal mit Taschenlampe unter meiner Bettdecke gemütlich und lese noch ein paar Seiten.

In welcher Jahreszeit lest ihr am liebsten und warum?
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Gelesen im August

Wo ist eigentlich der Sommer hin und wie schnell kann so ein August eigentlich um sein? In Hamburg fühlt sich das Wetter schon richtig herbstlich an. Es wird kalt, dunkel und stürmisch. Dabei habe ich gar nicht das Gefühl, dass wir mit dem Sommer schon fertig sind. Das geht doch so nicht!

Vielleicht sind kalten und gemüdlichen Tage aber gar nicht so schlecht. Im Herbst und im Winter lese ich tendenziell einfach mehr. In letzter Zeit bin ich ja wirklich kaum zum Lesen gekommen. Im August habe ich sogar noch weniger Seiten gelesen als im Juli. Eine Leseflaute ist ok, aber an einem Mangel von guten Büchern liegt es eigentlich nicht. Sobald ich viel um die Ohren habe, gönne ich mir einfach keine Zeit für ruhige Momente. Dabei ist genau das wichtig! Wenn ich dann erstmal für ein Buch zu lange brauche und nur ab und an ein paar Seiten lese, verliere ich die Lust. Die Bücherheldin – eine Leserin gefangen im ewigen Kreis der Lesekrise. Denn genau so sah das im August aus:

Zu Ende gelesen

  1. Kaninchenherz von Annette Wieners

Highlight des Monats

Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes ist schockiert, als sie sieht, für wen die Beerdigung am heutigen Tag ist: Ihre eigene Schwester Mareike wird begraben. Seit zehn Jahren haben sich die beiden Schwestern nicht mehr gesehen. Seit Gesines Sohn unter bis heute ungeklärten Umständen ums Leben kam. Beide gaben sich gegenseitig die Schuld an seinem Tod. Gesine hat damals alles verloren. Ihre Arbeit als Kriminalkommissarin, ihre Wohnung, ihre Familie. Warum musste ihre Schwester sterben? War es Mord? Was wissen die Eltern? Als Gesine nachforscht, stößt sie auf eine Mauer des Hasses. (Quelle)

Gelesen

Ø gelesene Seiten pro Tag:         12 (18)

gelesene Seiten im August:        381 (552)

gelesene Seiten 2015:                3772

gelesene Bücher 2015:               12 (11)

So wird der September

Der September ist jetzt schon gefüllt bis oben hin. Arbeit, Zukunftsplanung, Training und Lesen: Ich glaube, dass ich damit in diesem Monat einen guten Ausgleich finden kann. Ende September fahre ich nach Berlin, um dort den Marathon mitzulaufen. Das Wochenende wird definitiv das Highlight. Erst vor wenigen Wochen habe ich den Startplatz gewonnen, aber das spontane Training lief bisher richtig gut und ich freue mich riesig auf das Wochenende in Berlin. Wer hätte das gedacht, nachdem ich nach dem Hamburg Marathon im April die Worte „nie wieder“ und „wenn, dann nur nach einer sehr langen Pause“ aus meinem Mund gekommen sind.

Immer her mit euren Berlin-Tipps! Kennt Ihr eine super Buchhandlung, die ich bei meinem Berlin Wochenende unbedingt besuchen sollte? Ein tolles Restaurant? Ein guter Freizeit-Tipp für müde Beine?