Scott Jurek: Eat and Run – My Unlikely Journey to Ultramarathon Greatness

Deutscher Titel: Eat & Run: Mein ungewöhnlicher Weg als veganer Ultramarathon-Läufer an die Weltspitze
Verlag: Mariner Books (5. Juni 2014)
Seitenzahl: 273
ISBN: 978-3-517-08970-6


Ultraläufer und Veganer – für viele Menschen sind diese beiden Personengruppen eher seltsam. Wenn einer der besten Ultraläufer – also jene Läufer, die über die Marathondistanz von knapp über 42 km hinaus laufen – auch noch Veganer ist, ist eine Buch über das Leben des Läufers, seine Rennen und seine Ernährung ein logischer Schritt.

Ich lese gerne Biografien von Sportlern, insbesondere von Ultraläufern und Triathleten. Die Gefühle, Schmerzen und die Motivation, die in einem 100 Meilenlauf immer wieder auftauchen und durchlebt werden müssen, ist für mich unvorstellbar. Sie lassen meinen letzten Marathon, bei dem ich ab Kilometer 30 mit starkem Regen, Kälte und Bauchkrämpfen kämpfen musste, wie einen leichten, lockeren Traningslauf aussehen.

Der Weg, den Scott Jurek gehen musste, um sich die nötige mentale Stärke anzueignen, ist in Eat and Run gut zusammengefasst und nachvollziehbar beschrieben. Aufgewachsen ist Jurek in ärmlichen Verhältnissen im US-Bundesstaat Minnesota. Durch eine schwere Krankheit seiner Mutter musste Jurek sich schon früh mit den körperlichen Fähigkeiten auseinander setzen. Als Jurek ins Langlaufteam seiner High School aufgenommen wird, trifft er auf Dusty Olson, einen coolen Typen, der hart feiert und dennoch die Rennen gewinnt. Olson stellt die Weichen, die Jurek braucht, und zusammen laufen sie ihren ersten Ultramarathon.

Das Buch ist in 22 relativ kurze Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel endet mit einem Tipp für Läufer und einem veganen Rezept. Rezepte sind für mich – ohne Bilder und in einem eBook – eher zweitrangig, dennoch finde ich die Idee super und für diese Biografie ideal. Das ein oder andere Rezept werde ich vielleicht sogar einmal ausprobieren. Gefallen hat mir auch das Kapitel, in dem Jurek das Rennen mit den Tarahumara erzählt. Die Tarahumara, ein Volk, das in den Copper Canyons in Mexiko lebt und für ihre unglaublichen Lauffähigkeiten bekannt ist. Genau dieses Volk und dieses Rennen wurden auch im Buch Born to Run von Christopher McDougall beschrieben. Da ich das Buch bereits vor einigen Jahren verschlungen habe, habe ich mich über die weitere Sichtweise auf dieses Ereignisse sehr gefreut.

Eat and Run ist empfehlenswert für alle veganen und nicht veganen (Hobby) Ausdauersportler.

Quelle Foto: Verlagsgruppe Random House

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