Benjamin Lebert: Mitternachtsweg

Verlag: Hoffmann und Campe (12. August 2014)
Seitenzahl: 240
ISBN: 978-3-455-40437-1


Johannes Kielland, Student und Aushilfe in einem Spielwarenladen, liebt mystische Geschichten. Als ein Toter am Strand von Sylt aufgefunden wird und dessen Identität nicht geklärt werden kann, verfasst Kielland einen Zeitungsartikel, der veröffentlicht wird. Kurz darauf meldet sich eine Frau, die behauptet, der Tote wäre ihr vermisster Geliebter. Sie bittet Kielland, die mysteriösen Umstände aufzuklären. Plötzlich wird der junge Student selbst hineingerissen in das fremde Schicksal, das bald auch ihn mit dem Tod bedroht.

Benjamin Lebert braucht eigentlich keine spannenden Geschichten, um seine Romane zu schreiben. Die Art und Weise, wie er die Wörter zusammensetzt, ist spannend genug. Nur wenige Autoren benutzen die deutsche Sprache so poetisch und spannend wie Lebert, ohne dass das Lesen anstrengend wird.

Spannend und zugleich romantisch ist jedoch auch die Handlung des Buches, die im Roman durch drei Perspektiven und Zeiten erzählt wird.  Mitternachtsweg hat mich auch deshalb schnell in den Bann gezogen, weil die Erzählungen teilweise verwirren. Die Mischung aus Mythen, Sylt und diese wunderbare Erzählweise macht dieses Buch so besonders, dass es unglaublich schwierig ist, passende Worte für eine Rezension zu finden. Am besten solltest du das Buch selber lesen. Sofort.

 Quelle Foto: Hoffmann und Campe

Meine liebsten 3

Das letzte Jahr liegt schon fast zwei Wochen hinter uns und ich möchte die Zeit nutzen, um noch mal auf meine Bücher-Highlights 2014 zurückzublicken. Insgesamt habe ich 29 Bücher gelesen, welche genau, könnt ihr auf der Seite Gelesen 2014 herausfinden.

Viele gute Bücher waren dabei – meine drei liebsten Bücher aus dem letzten Jahr möchte ich euch hier einmal vorstellen.

Blackout – Marc Elsberg

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Blackout war mit 800 Seiten das längste Buch, das ich im letzten Jahr gelesen habe. Keine der Seiten war zu viel – Marc Elsberg hat mit Blackout einen spannenden und intelligenten Thriller geschrieben.

An einem kalten Tag im Februar brechen in Europa die Stromnetze zusammen. Nichts geht mehr. Europol, Regierungen und die Stromnetzbetreiber tappen im Dunkeln. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff, doch keiner hört ihm zu. Als Manzano endlich zugehört wird, fällt der Verdacht auf den Italiener, und Manzano muss flüchten. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit – denn ohne Strom bricht die Versorgung der Gesellschaft zusammen.


Meine vollständige Rezension zu Blackout findet ihr hier.
Quelle Foto: blanvalet

Before I Fall – Lauren Oliver

beforeifall Before I Fall ist ein Jugendbuch, welches mich sehr überrascht hat. Lauren Oliver beschreibt nicht nur eine Fiktion, sondern macht mit ihrem Roman auf die wichtigen Dinge des Lebens aufmerksam. Für alle Jugendliche ein absolutes Muss!

Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat immer ihre drei besten Freundinnen um sich und einen ebenfalls beliebten Freund, mit dem sie am Cupids Day ihr erstes Mal erleben möchte. Doch es kommt anders. Am Cupids Day stirbt sie nach einer Party durch ein Autounfall. Nach ihrem Tod durchlebt sie ihren letzten Tag immer und immer wieder. Und merkt dabei, dass es nicht nur darum geht, ihr eigenes Leben zu retten.


Meine vollständige Rezension zu Before I Fall findet ihr hier.
Quelle Foto: HarperCollins

Gut gegen Nordwind – Daniel Glattauer

Diesen E-Mail-Roman habe ich euch erst kürzlich ans Herz gelegt. Mit etwasGoldmann Gut gegen Nordwind über 200 Seiten einer der kürzesten Romane, die mich im letzten Jahr begleitet haben. Daniel Glattauer hat mit Gut gegen Nordwind bewiesen, dass das Internet auch romantisch sein kann!

Emmi möchte per E-Mail ein Abonnement kündigen, landet durch einen Schreibfehler jedoch nicht bei der Zeitung “Like”, sondern bei Leo Leike. Aus dem Versehen entwickelt sich eine wunderbare Brieffreundschaft zwischen zwei Menschen, die vollkommen unterschiedliche Leben führen. Obwohl beide versuchen, so wenig wie möglich über ihr eigenes, privates Leben zu offenbaren – die beiden kommen sich in ihren E-Mails extrem nahe.


Meine vollständige Rezension zu Gut gegen Nordwind findet ihr hier.
Quelle Foto: Goldmann Verlag

Frage an euch: Welches Buch habt ihr im letzten Jahr besonders gerne gelesen?

Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind

Verlag: Goldmann Verlag (7. Juli 2008)
Seitenzahl: 224
ISBN: 978-3-442-46586-6


Emmi möchte per E-Mail ein Abonnement kündigen, landet durch einen Schreibfehler jedoch nicht bei der Zeitung „Like“, sondern bei Leo Leike. Aus dem Versehen entwickelt sich eine wunderbare Brieffreundschaft zwischen zwei Menschen, die vollkommen unterschiedliche Leben führen. Emmi ist mit einem ältere Herren verheiratet, der zwei Kinder in die Ehe gebracht hat. Leo hingegen wurde gerade von seiner Partnerin verlassen. Obwohl beide versuchen, so wenig wie möglich über ihr eigenes, privates Leben zu offenbaren – die beiden kommen sich in ihren E-Mails extrem nahe. Schnell stellt sich heraus, dass keiner von ihnen ohne die E-Mails des anderen auskommen möchte. Die einzige Frage, die sich eigentlich noch stellt: Treffen sich Emmi und Leo oder belassen sie es bei ihrer E-Mail-Freundschaft?

Die Geschichte wird vom Autor Daniel Glattauer nur durch die E-Mails von Emmi und Leo erzählt. Die großen Emotionen haben mich dabei überrascht. Ein E-Mail-Roman hört sich wenig nach großen Gefühlen an, doch genau diese macht die (Liebes-)Geschichte von Emmi und Leo aus. Die E-Mails – und somit das ganze Buch – sind einfach zu lesen, die Personen sind liebevoll und ihre Handlungen nachvollziehbar. Glattauer versteht es, die Leser neugierig zu machen und durch die Untergliederung in die einzelnen Mails fliegen die Seiten nur so dahin („Ach, nur noch eine Mail. Dann geh ich auch ins Bett“). Wie gut, dass es mit Alle sieben Wellen bereits eine Fortsetzung des Romans gibt.

Ein Buch für alle, die an das Finden der großen Liebe im Internet glauben. Und an alle Zweifler.

Quelle Foto: Goldmann Verlag