Sebastian Fitzek: Passagier23

Verlag: Droemer Knaur (30. Oktober 2014)
Seitenzahl: 432
ISBN: 978-3-426-19919-0


Ein Kreuzfahrschiff ist der perfekte Ort zum entspannen – oder um jemanden verschwinden zu lassen. Die Frau von Martin Schwarz ging vor fünf Jahren mit dem gemeinsamen Sohn über Bord – erweiterter Selbstmord, erklärte die Reederei. Der Berliner Polizeipsychologe wollte daraufhin eigentlich nie wieder ein Kreuzfahrtschiff betreten, doch als eine Frau behauptet,  die Reederei hätte den Tod seiner Familie nicht wahrheitsgemäß dargestellt, macht sich Martin auf den Weg zur „Sultan of the Seas“. Dem Schiff, auf dem das Unglück passierte, und auf welchem nun ein vermisstes, kleines Mädchen wieder aufgetaucht ist.

Sebastian Fitzek hat treue Leser, und viele von ihnen waren vom „neuen Fitzek“ enttäuscht. Da Passagier23 mein zweites Buch vom Autor ist, bin ich keinesfalls eine Expertin in Sachen Fitzek-Thriller. Vielleicht war ich gerade deshalb nicht enttäuscht, doch überzeugten konnte mich die Geschichte auf der „Sultan of the Seas“ leider auch nicht.

Fangen wir mit dem Loben an: Die Idee und das Cover gefallen mir wie bei kaum einem anderen Buch. Wer hätte gedacht, dass jährlich zwei Dutzend Passagiere auf Kreuzfahrschiffen verschwinden? In vielen dieser Fälle beschließen die Reisenden, ihr eigenes Leben zu beenden. Es gibt aber auch Fälle, die eindeutig nicht mit Selbstmord erklärt werden können. Das ist Tatsache, keine Fiktion. Fitzek hat ein Thema aufgegriffen, das aktuell (die Kreuzfahrtbranche boomt) und beängstigend zugleich ist. Auch das Cover ist wunderschön gestaltet, ein absolutes Muss in jedem Bücherregal!

Doch eine großartige Idee und ein schönes Cover reichen nicht aus, das Buch will ja auch gelesen werden. Mit dem Inhalt hatte ich meine Schwierigkeiten. Wie bereits gesagt bin ich von der Idee des Thrillers überzeugt. Die Geschichte startet jedoch sehr mäßig, im ersten Viertel des Buches habe ich als Leserin weder eine Verbindung zu den Personen im Buch aufbauen können, noch passierte inhaltlich irgendetwas Spannendes. In der letzten Hälfte versucht Fitzek dann anscheinend, die verlorenen ersten Seiten wieder aufzuholen. Es passiert so viel, dass ich die Ereignisse ziemlich unglaubwürdig empfand.

Mein Fazit: Da das Buch aufgrund des Covers sowieso in jedes Bücherregal gehört, schadet es sicher nicht, sich auf den Inhalt einzulassen. Erwarten sollte der Leser nicht zu viel – dann kann er auch nicht enttäuscht werden.

 Quelle Foto: Droemer Knaur

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