Bettina Kiraly: Gefährliches Herz

Verlag: Forever by Ullstein (12. September 2014)
Seitenzahl: 268
ISBN: 978-3-95818-011-6


Johanna sucht den Nervenkitzel und das vorzugsweise durch das Klauen unnützer Dinge und vielen One-Night-Stands mit fremden Männern. Nach ihren Regeln, versteht sich. Gefühle oder Liebe lässt sie nicht zu, die schwere Kindheit scheint Schuld zu sein an Johannas Dilemma. Daher meidet sie es, sich mit ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen. Als sie vom Unfalltod ihrer Mutter erfährt, macht Sie sich auf eine Reise in ihre Vergangenheit: Warum war das Verhältnis zu ihrer Mutter so schlecht? Wie hätte sich ihre Jugendliebe entwickelt, wenn Johanna damals nicht nach Wien geflohen wäre? Ohne es zu wollen, bricht Johannas Schutzpanzer langsam auf. Ihre Familie und die Liebe scheinen doch nicht so übel zu sein.

Bettina Kiraly hat unter den Pseudonymen Betty Kay und Ester D. Jones bereits einige Bücher veröffentlicht. Mit Gefährliches Herz hat die Autorin einen Roman geschrieben, der durch die vielen Wendungen überrascht, ohne dabei verwirrend oder unglaubwürdig zu wirken. Ich habe Johanna sehr gut kennen lernen können, doch während sie mir im Laufe der Zeit immer sympathischer wurde, waren viele ihrer Handlungen und Denkweisen gerade am Anfang für mich nicht nachvollziehbar. Vielleicht aber ist es genau das, was die Geschichte braucht: Das langsame Entwickeln einer Art Beziehung zwischen Leser und Protagonistin.

Gefährliches Herz verdeutlicht, wie Menschen und ihre Handlungen durch ihre Vergangenheit beeinflusst werden, dass wir unsere Zukunft jedoch im Jetzt bestimmen können. Dabei kommt weder die Liebe noch die Freundschaft zu kurz.

Spannung, Liebe und Feindschaft – Ein perfekter Roman für die langsam dunkler werdende Jahreszeit.

Quelle Foto: Bettina Kirley

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Gelesen im September

So schnell wie er gekommen war, war er auch schon wieder um – der September. Für mich war der letzte Monat ein ziemlich erfolgreicher, auch wenn ich gefühlt gar nicht gelesen habe. Dafür war ich, ebenfalls gefühlt, jeden Abend in der Fahrschule. Insgesamt habe ich so nur drei Bücher zu Ende gelesen, aber da ich im Vergleich zum August durchschnittlich nur eine Seite weniger am Tag gelesen habe, lässt sich das doch noch verkraften.

Zu Ende gelesen

  1. Marina von Carlos Ruiz Zafón
  2. Delfinarium von Michael Weins
  3. Gefährliches Herz von Bettina Kiraly

Highlight des Monats

Delfinarium_Michael_WeinsMartin heißt eigentlich Daniel. Er soll auf Susann Windgassen aufpassen. Nach einem Unfall spricht sie nicht mehr, liebt aber plötzlich Delfine und übt schon bald eine betörende Wirkung auf Daniel aus.
Als ein Fremder auftaucht, der behauptet, Susann sei eigentlich seine verschwundene Frau Marie, begibt sich Daniel auf die Suche nach dem Geheimnis einer Frau, die das Universum offenbar im entscheidenden Augenblick doppelt belichtet hat. Michael Weins schreibt reduziert und mit trockenem Humor und dabei so prägnant, wie ein Zeichner Striche setzt: Eine berührende Geschichte aus dem Alten Land, jenem fast schon mystischen Streifen entlang der Elbe.
(Quelle)

Gelesen

Ø gelesene Seiten pro Tag:         37 (38)

gelesene Seiten im August:         1095 (1186)

gelesene Bücher 2014:                 23 (20)

So wird der Oktober

Während ich mich im letzten Monat auf viele Sachen gefreut habe, lasse ich mich nun gerne vom Oktober überraschen. Ich freue mich überhaupt nicht auf die dunkle Jahreszeit, dafür umso mehr auf die damit kommende kuschelige Lesezeit. Kein Widerspruch, oder?

Im September wanderten Die niedrigen Himmel von Anthony Mara sowie Mitternachtsweg von Benjamin Lebert in mein Bücherregal. Zwei Bücher, auf die ich mich sehr freue. Allerdings liegt hier auch noch Zero von Marc Elsberg, obwohl ich den Roman ja schon letzen Monat lesen wollte.

Ganz besonders freue ich mich auch auf eure Berichte zur Frankfurter Buchmesse. Ich selber werde nicht anwesend sein, nächstes Jahr dann aber hoffentlich.

Was waren eure Buch-Highlights im September? Worauf freut ihr euch im Oktober?