Marc Elsberg: Blackout – Morgen ist es zu spät

Verlag:  blanvalet (19. März 2012)
Seitenzahl: 800
ISBN: 3442380294


An einem kalten Tag im Februar brechen in Europa die Stromnetze zusammen. Nichts geht mehr. Europol, Regierungen und die Stromnetzbetreiber tappen im Dunkeln. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff, doch keiner hört ihm zu. Als Manzano endlich zugehört wird, fällt der Verdacht auf den Italiener, und Manzano muss flüchten. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit – denn ohne Strom bricht die Versorgung der Gesellschaft zusammen.

800 Seiten – ich weiß gar nicht, ob ich jemals so ein dickes Buch gelesen habe. Dennoch habe ich die drei Wochen mit dem Roman sehr genossen. Marc Elsberg hat eine erschreckend reale Fiktion geschrieben. Ausführlich beschreibt er viele mögliche Konsequenten eines tagelangen Stromausfalls. Durch die geschickte Wahl an verschiedenen Perspektiven erhält der Leser Einblicke in die Geschehnissen in Behörden, in das Leben von Privatpersonen und die Arbeit der Netzwerkbetreiber. Sogar in die Gedanken einer der Täter darf man blicken. Trotz verzwickter Abläufe sind die Geschehnisse im Buch gut nachzuvollziehen.

Kann ein Hackerangriff wirklich ganz Europa das Licht ausknipsen? Nun, es klinkt zumindest nicht ganz abwegig. Meiner Meinung nach sind einige Länder sogar schon in der Lage. Aber Elsberg verbreitet keine Panik. Vielmehr habe ich nun ein besseres Verständnis, wie Stromnetze funktionieren. Und bin jedes Mal froh, wenn der Lichtschalter oder die Toilettenspülung funktionieren.

 Quelle Foto: blanvalet

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